Vorfahrt leicht .... ? - Fahrschul GmbH Luckau-Dahme

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Vorfahrt leicht .... ?

Im Fahrschullehrbuch heißt es "Wer Vorfahrt hat oder wartepflichtig ist, entscheidet sich immer danach, woher ein Fahrzeug kommt und nicht wohin es fährt" .




Im § 8 Abs. 1 der StVO

steht geschrieben:  An Kreuzungen und Einmündungen hat die Vorfahrt, wer von rechts
kommt.

Nach § 9 der StVO

muss man aber als abbiegendes Fahrzeug entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen. Die Fahrzeugführer müssen deshalb die Vorfahrtregelung vor
der Kreuzung klären.

Die Abbiegeregeln hingegen werden in der Kreuzung geklärt.
Das bedeutet für den dargestellten Sachverhalt: Das Fahrzeug
B kommt zwar von rechts muss aber das Fahrzeug  C durchfahren lassen, Vorsicht: Fahrzeug C ist wartepflichtig hat Fahrzeug A von rechts. Verzichtet das Fahrzeug B auf seine Vorfahrt und gibt dem Fahrzeug A durch Handzeichen und Blickkontakt eindeutig zu verstehen, dass es die Einmündung passieren kann, so fährt Fahrzeug A. Danach fahren das Fahrzeug  C und zuletzt Fahrzeug B.

Möglich wäre auch auf engen Kreuzungen, dass Fahrzeug
C dem Fahrzeug B durch Handzeichen zu verstehen gibt (Verzicht Fahrzeug C auf Vorrang gegenüber Fahrzeug B, so dass Fahrzeug B als Linksabbieger fahren kann. Auch danach wäre die Vorfahrtfrage wieder eindeutig.


Aber Fahrzeug
C ist in der Wartepflicht und hat sich in Geduld zu Üben.

Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme, keine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, geregelt im § 1  der StVO kommt immer zur Anwendung !

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Laut dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Robert-Schuman-Platz 153175 Bonn
Quelle: An Grunert + Tjardes Verkehrsportal.de GbR   Burgherrenstrasse 11    12101 Berlin

BETREFF
: Vorfahrt in enger Einmündung AZ: S 32/36.42.08/1 V 2004 DATUM: Bonn, 02.02.2004

Sehr geehrter Herr Tjardes, für Ihr Schreiben vom 19.01.2004 danke ich Ihnen.Selbstverständlich ist bei der Lösung Ihres Falles neben der Vorschrift des § 8 Abs. 1 Satz 1 StVO auch die Regelung des § 9 Abs. 3 Satz 1 StVO heranzuziehen. Danach muss ein abbiegendes Fahrzeug entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen. Somit darf in Ihrem Beispiel Fahrzeug B bis zur Mitte der Einmündung vorfahren, jedoch nicht abbiegen, weil Fahrzeug C als Entgegenkommender Vorrang gegenüber B hat. C wiederum hat die Vorfahrt von Fahrzeug A zu beachten, welches nunmehr - hinter dem Heck von Fahrzeug B her - nach links abbiegen darf. Dann setzt Fahrzeug C seine Fahrt fort und zuletzt biegt Fahrzeug B ab.Falls die Einmündung so eng ist, dass A nicht abbiegen kann, weil Fahrzeug B den Weg versperrt, muss einer der Fahrzeugführer auf seinen Vorrang verzichten (§ 11 Abs. 3 StVO). Dabei hängt es von der konkreten Verkehrslage ab, wer seinen Verzicht auszuüben hat. In jedem Falle darf auf einen Verzicht nur vertraut werden, wenn eine Verständigung mit dem Verzichtenden herbeigeführt worden ist. Neben Ihrem Vorschlag der Verständigung, wonach die Fahrzeuge in der Reihenfolge B - A - C fahren, kommt insbesondere auch in Betracht, dass Fahrzeug B auf seine Vorfahrt verzichtet, um die enge Einmündung nicht zu verstopfen (so auch der über den Verkehrsblatt-Verlag zu beziehende amtliche Fragenkatalog für die theoretische Fahrerlaubnisprüfung vom 20.05.1998, Führerschein B 3213, Frage 107 5 G - Kopie ist beigefügt).


 
31.03.2017
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü Kostenlose Homepage Übersetzung