Frühling - Fahrschul GmbH Luckau-Dahme

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Der richtige Gang

Damit der Motor Ihr Fahrzeug antreiben kann, muss er Benzin oder Diesel verbrennen. Bei jeder zweiten Umdrehung der Kurbelwelle wird der Verbrennungsraum gefüllt. Je höher die Drehzahl des Motors ist, umso schneller müssen Sie wieder zur Tankstelle.
Mit niedrigen Motordrehzahlen fahren Sie um das gleiche Geld also weitere Strecken – zusätzlich wird der Treibstoff auch besser ausgenützt, weil mehr Zeit für die Verbrennung zur Verfügung steht.

Zügig beschleunigen, schnell weiterschalten

Sie steuern mit dem Gaspedal „nur“ die Luftmenge, die für die Verbrennung zur Verfügung steht. Wo vor vielen Jahren sensibles Gas geben gefragt war, mit dem berühmten „rohen Ei unter dem Gaspedal“, arbeitet heute moderne Motorelektronik. Sie entscheidet alleine, wie viel Kraftstoff eingesetzt wird, und erzeugt für die Verbrennung ein optimales Gemisch.

Treibstoffsparendes Fahren bedeutet nicht „dahinschleichen“! Am sparsamsten arbeitet der Motor bei 3/4 Gas bis Vollgas im niedrigen Drehzahlbereich. Gleichzeitig ist die Verbrennung vollständiger, und das Abgas sauberer als bei Halbgas im mittleren Drehzahlbereich.

Ja, Sie haben richtig gelesen: Geben Sie kräftig Gas, um Treibstoff zu sparen, aber schalten sie schnellstmöglich in den höheren Gang!




Die optimale Motordrehzahl liegt bei den meisten Dieselmotoren bei einer Drehzahl zwischen 1.000 U/min und 2.000 U/min, bei Benzinmotoren bei etwa 1.500 U/min bis 2.500 U/min. Niedrige Drehzahlen haben schon seit etwa 1980 nichts mehr mit unnötigem Quälen des Motors zu tun. Kühlung und Schmierung arbeiten auch bei niedrigen Drehzahlen ausgezeichnet, die Motorlager sind auf die entstehenden Drücke ausgelegt, und bei modernen Kraftstoffen entstehen auch keine Ablagerungen an den Ventilen, die den Motor „faul“ machen.

Schädlich wird es für den Antriebstrang erst, wenn Ihr Fahrzeug beim Erreichen oder Unterschreiten der Leerlaufdrehzahl zu ruckeln beginnt.

Das gilt auch, wenn Sie bergauf fahren! Mit dem Gang, der Ihnen eine niedertourige Fahrweise bei 3/4 Gas erlaubt, nutzen Sie den Kraftstoff am besten aus. Erst wenn trotz 3/4 Gas bis Vollgas die Geschwindigkeit weiter absinkt, müssen Sie einen Gang zurückschalten.

Beispiel: Bergauf mit 60 km/h:


Beschleunigen Sie stets mit 3/4 Gas bis ca. 2.000 U/min. Beim Anfahren aus dem Stillstand können Sie problemlos schon nach der Strecke einer Fahrzeuglänge in den 2. Gang schalten.


Wenn es die Verkehrssicherheit erfordert, wie z.B. beim Überholen, beim Einfädeln in den Verkehr auf der Autobahn, ... schalten Sie natürlich erst später, und nutzen die Drehzahlreserven des Motors aus. Dann schalten Sie aber nicht einfach in den nächsten Gang, sondern in den am Besten geeigneten Gang: Überspringen Sie Gänge!


  


Sie können z.B. im 2. Gang etwas mehr beschleunigen und dann gleich in den 4. oder 5. Gang wechseln, oder bei freier Fahrtstrecke im Ortsgebiet gleich 1 – 3 – 5 schalten.

Auch bei einem Automatikgetriebe können Sie das Weiterschalten beeinflussen: Reduzieren Sie bei der gewünschten Schaltdrehzahl (spätestens bei 2.500 U/min) bzw. der gewünschten Schaltgeschwindigkeit kurz den Druck auf das Gaspedal. Verwenden Sie die Vollgasstellung („Kickdown“) nur dann, wenn es die Verkehrssicherheit wirklich erfordert, wie z.B. beim Überholen.

Konstante Geschwindigkeit

Fahren Sie stets im höchstmöglichen Gang: So vermeiden Sie die unwirtschaftlichen hohen Drehzahlen. Bei vielen Fahrzeugen können Sie bei 50 bis 60 km/h im höchsten Gang unterwegs sein, ohne viel Gas geben zu müssen.

Probieren Sie es einmal aus:

30 km/h 3. Gang  
40 km/h 4. Gang  
50 km/h 5. Gang
(wenn sinnvoll / Motor darf nicht rattern)
60 km/h 6. Gang (wenn vorhanden)

Wenn Sie kurzfristig beschleunigen müssen, schalten Sie einfach einen oder zwei Gänge zurück: Gänge überspringen ist erlaubt und sinnvoll!

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Vorausschauend fahren, Schwung nutzen

Jeder Radfahrer versucht, so wenig wie möglich zu bremsen, und den Schwung, die Bewegungsenergie, so gut wie möglich zu nutzen. Das bringt auch beim Auto fahren zusätzliche Gratis-Kilometer: Wer vorausschauend fährt, fährt gleichmäßiger, flüssiger, verbraucht weniger Treibstoff, und emittiert so weniger Abgas.
Halten Sie einen „Pufferabstand" von mindestens zwei, besser drei Sekunden zum vorderen Fahrzeug ein: So vergrößern Sie nicht nur Ihre Sicherheit, sondern haben einen größeren Handlungsspielraum. Sie ersparen sich viele unnötige Brems- und Beschleunigungsmanöver und können den Schwung des Fahrzeugs besser nutzen.

Das Ziel ist aber nicht, den großen Abstand immer starr beizubehalten! Sie können Unregelmäßigkeiten im Verkehrsfluss durch gezieltes Nutzen Ihres Pufferabstandes bis zum Mindest-Sicherheitsabstand „auspendeln", und so Bremsmanöver vermeiden oder zumindest mit möglichst geringer Verzögerung durchführen:
Wenn sich ein Verkehrshindernis, wie z.B. beim Einparken, bald auflösen wird, können Sie mit der Motorbremswirkung oder frühzeitigem, leichten Abbremsen Ihre Geschwindigkeit reduzieren, und müssen oft nicht bis zum Stillstand abbremsen.
Ist die ungehinderte Weiterfahrt durch einen Fahrstreifenwechsel leichter, bietet Ihnen der Pufferabstand mehr räumlichen und zeitlichen Spielraum zum Umspuren.
Sie vermeiden Auffahrunfälle, da Sie nicht stark abbremsen müssen.
Fußgänger am Schutzweg haben natürlich Vorrang, aber: Wer erst knapp vor dem Fußgängerübergang abbremst, muss die Bewegungsenergie mit den Bremsen in Wärme umwandeln. Schade drum!

Wenn Sie rechtzeitig vor dem Fußgängerübergang langsamer werden und den Fußgängern mit einem Hand- oder Lichtzeichen signalisieren, dass Sie sie überqueren lassen, betreten die Fußgänger früher die Fahrbahn. Sie können dann oft ohne anzuhalten weiterfahren, und den Schwung gut ausnutzen.

Vermeiden Sie plötzliches Beschleunigen und abruptes Abbremsen: Stop & Go verdoppelt Ihren Kraftstoffverbrauch.

Warten Sie mit dem Wegfahren, bis Sie wirklich „dran" sind. Geben Sie nur kurz Gas, und nutzen Sie die Schwungenergie durch Auskuppeln. Wenn die Strecke länger ist und das Rollen nicht mehr reicht, lassen Sie den Motor einfach Ihr Fahrzeug mit der Leerlaufdrehzahl im 1. oder 2. Gang ziehen, ohne dass Sie Gas geben.
Lassen Sie Ihr Fahrzeug bei der Annäherung an Kreuzungen, Einmündungen und vor dem Anhalten ausrollen! Versuchen Sie, durch gezieltes Beschleunigen und, wenn nötig, gezieltes Bremsen, „die Ampel grün zu machen", also möglichst in Bewegung zu bleiben. Das wird Ihnen bei den gut bekannten Ampelphasen Ihrer „Hausstrecke" sicher bald gelingen.

Beim Anfahren an der Kreuzung gilt: Fahren Sie zügig los, damit die Grünphase optimal genützt wird, und bauen Sie einen größeren Abstand nach vorne auf, wenn Sie in Fahrt gekommen sind.

Schubabschaltung, es wird kein Kraftstoff eingespritzt !



Bei der Schubabschaltung, die bei allen modernen Fahrzeugen verwendet wird, bekommt der Motor keinen Kraftstoff, wenn Sie das Gaspedal loslassen. Rollphasen in der Ebene und ganze Bergabfahrten lassen sich also verbrauchs- und abgasfrei mit der Motorbremswirkung bewältigen – solange Sie nicht auskuppeln. Erst wenn die Drehzahl unter ca. 1200 Umdrehungen pro Minute absinkt, wird wieder Kraftstoff eingespritzt, damit der Motor rund läuft.

Nutzen Sie diesen Spareffekt, und bremsen Sie mit dem Motor. Unter einer Drehzahl von 1.200 können Sie auskuppeln oder in den Leerlauf schalten, um den restlichen Schwung optimal ausnutzen zu können. Halten Sie Ihren rechten Fuß dabei bremsbereit über dem Pedal. Beim Bremsen gilt:

Zuerst bremsen, und dann erst – wenn nötig – zurückschalten.


Im Gefälle sollten Sie aus Sicherheitsgründen immer mit eingelegtem Gang fahren. Wenn das Fahrzeug beim Fahren mit der Schubabschaltung oder beim Auskuppeln schneller wird, müssen Sie den Gang einlegen, der das Schnellerwerden verhindert. Auch bei Automatikfahrzeugen schalten Sie im Gefälle niemals auf „N".

Das komplette Abschalten des Motors während der Fahrt ist gefährlich: Wenn Sie ohne Antrieb dahinrollen, funktionieren die Bremse und die Lenkung nur mehr mit viel höherem, ungewohnten Kraftaufwand, bei einzelnen älteren Fahrzeugen ist das Einrasten der Lenkradsperre nicht ausgeschlossen.


Abschließend noch ein Tipp zum Schwungnutzen: Helfen Sie auch den anderen Verkehrsteilnehmern! Wenn Sie vor dem Einbiegen rechtzeitig blinken, können sich nachfolgende Lenker besser auf Ihr Vorhaben einstellen, und müssen nicht so stark abbremsen.




Was ist eine Kupplung?

Die Kupplung ist das wichtigste Element in der ganzen Ausbildung!

Wenn man die Kupplung durchdrückt, dann trennt man den Motor von den Rädern!
Die Kupplung besitzt einen so genannten "Schleifpunkt". Das ist ein Bereich wo das Kraftfahrzeug beginnt den Motor mit den Rädern zu verbinden. Der Fahrer muss deshalb die Kupplung so lange im "Schleifpunkt" halten bis das Fahrzeug bis zum Ende die Verbindung zwischen dem Motor und den Rädern herstellen kann. Dieser Vorgang dauert beim Kraftfahrzeug ca. bis 10 km/h. Um das Anfahren dem PKW zu erleichtern, ist es sinnvoll dabei etwas Gas zu geben. Die Drehzahl dabei liegt ca. bei 1500 U/min. Erst danach kann die Kupplung vollständig losgelassen werden!!!

Es ist zwar für die Kupplung nicht gut aber es ist auch theoretisch möglich im 2.Gang anzufahren, jedoch muss man die Kupplung im "Schleifpunkt" so lange halten, bis der PKW auf 20 km/h beschleunigt. Erst danach kann die Kupplung vollständig losgelassen werden!!!

Wenn die Kupplung gedrückt wird, ist es möglich weiteren bzw. nächstmöglichen Gang zu schalten.

Es darf NIEMALS ohne gedrückter Kupplung geschaltet werden!!! Sonst besteht die große Gefahr, dass das Getriebe (Schalteinheit) des Kraftfahrzeugs beschädigt wird!

TIP !

Jeder Gang ist auf eine bestimmte Geschwindigkeit ausgelegt:
- 1.Gang = 10 km/h
- 2.Gang = 20 km/h
- 3.Gang = 30 km/h

Das bedeutet wenn ich z.B. mein Kraftfahrzeug auf 20 km/h abbremse, dann muss ich auch den dazugehörigen Gang einlegen. In diesem Beispiel also den 2.Gang.

In der Stadt fahren wir im 3.Gang 50 km/h. Ich kann also bis 30 km/h abbremsen und den 3.Gang immer noch beibehalten.
In der 30-Zone fahren wir im 2.Gang 30 km/h. Es ist sinnvoll, denn man ist oft gezwungen weniger zu fahren und da ist der Gang genau optimal.

Das Kraftfahrzeug muss nicht ständig unter Gas gehalten werden. Er "bockt" nicht ab. Wenn ich Beispielsweise im 2.Gang bin, dann fährt er, ohne das ich die Pedale berühre, seine 20 km/h. Im 1.Gang sind es dann 10 km/h. Im 3.Gang ist es dann 30 km/h.

Es ist erlaub gleichzeitig zu bremsen und die Kupplung zu drücken. Dem PKW passiert nichts!

Damit das Kraftfahrzeug nicht "abbockt" darf nur bis 30 km/h ohne gedrückte Kupplung gebremst werden. Ab 30 km/h bis 0 km/h muss man unbedingt die Kupplung mitdrücken
(Sonst "würgt" der PKW den Motor ab, da die Geschwindigkeit unter der Geschwindigkeit des jeweiligen Ganges liegt.)


Beschleunigung:

1.Gang: 0 km/h - 20 km/h ' 2.Gang
2.Gang: 20 km/h - 30 km/h ' 3.Gang
3.Gang: 30 km/h - 40 km/h ' 4.Gang
4.Gang: 40 km/h - 60 km/h ' 5.Gang

Durch das frühere schalten wird auch viel Benzin/Diesel gespart.

Für weitere Fragen stehen dir deine Fahrlehrer der Fahrschul GmbH jederzeit zu Verfügung!


Wir wünschen dir großen Erfolg beim lernen und viel Spaß beim Fahren!

 
31.03.2017
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